Green Climate Fund (GCF)

Einer der wenigen Lichtblicke des Weltklimagipfels von Kopenhagen 2009 war die Ankündigung des Green Climate Fund, der als multilateraler Fond einen Großteil der internationalen Klimafinanzierung umsetzen und damit zu einem zentralen Baustein in der internationalen Klimafinanzierungs-Architektur werden soll.

Ziele

Der Fonds soll seine Mittel je zur Hälfte für die Anpassung an den Klimawandel und für Emissionsminderungen ausgeben, während wiederum die Hälfte der Anpassungsfinanzierung an die ärmsten und vom Klimawandel am stärksten bedrohten Länder gehen wird. Der Fonds soll strategisch eingesetzt werden, so dass geförderte Projekte nicht nur als Einzelprojekte wirken, sondern auch dazu beitragen, gleich auf ganze Sektoren (etwa im Energiebereich) positiv zu wirken. Der Fonds wird geführt von einem 24-köpfigen Direktorium, je zur Hälfte besetzt mit Vertretern aus Industrie- und Entwicklungsländern. Im Jahr 2018 haben Schweden und Nicaragua den Vorsitz inne.

Zentrale Entwicklungen

Seit Anfang 2014 hat der Fonds große Fortschritte auf dem Weg zu seiner Operationalisierung gemacht. Dabei wurden auf den regelmäßigen Sitzungen des Direktoriums einige der grundlegendsten Regularien, Modalitäten und Förderkriterien seines umfassenden Regelwerks festgelegt. Ein wichtiger Meilenstein war die Erstausstattung des Fonds mit knapp über 10 Milliarden US-Dollar durch die Beitragsländer Ende 2014, sowie die Bewilligung erster Projekte Ende 2015. Weiterhin beschloss das Direktorium 2016 eine Akkreditierungsstrategie, Modalitäten für drei fondsweite Pilot Programme (zum erweiterten Direktzugriff, zur Förderung lokaler KMUs und zur Erschließung neuer Finanzquellen) und die Richtlinien für einen vereinfachten Prozess für Aktivitäten mit geringem Finanzbudget.

Bis Juli 2016 hat der GCF insgesamt 59 Durchführungsorganisationen akkreditiert, die Projektanträge an den GCF stellen können. Dazu gehören neben klassischen Akteuren wie den regionalen Entwicklungsbanken und UN-Institutionen auch die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) und private Akteure, darunter die Deutsche Bank, HSBC und Crédit Agricole. Bisher wurden 48 Projekte bewilligt von denen acht mit ersten Teilsummen ausgestattet wurden, um ihre Durchführung zu beginnen.

Finanzierungsumfang und der Beitrag Deutschlands

Ende 2014 hat der Fonds die Erstausstattung durch die Beitragsländer mit knapp über 10 Milliarden US-Dollar erfolgreich abgeschlossen. Als Ziel hat sich der Fonds gesetzt, bis 2020 jährlich 100 Milliarden US-Dollar durch Beiträge und Investitionsgewinne zu mobilisieren.

Deutschland hat bisher 750 Millionen Euro als Zuschuss für den Fonds zugesagt und ist damit neben USA, Japan, dem Vereinten Königreich und Frankreich der fünftgrößte Geber in absoluten Zahlen. Bis 2017 hat die Bundesregierung 375 Millionen Euro an den GCF gezahlt. (Stand: Dezember 2017)