Special Climate Change Fund (SCCF)

Der Special Climate Change Fund (SCCF) wurde 2001 während des siebten Klimagipfels in Marrakesch gegründet und untersteht der Leitung der Globalen Umweltfazilität (engl. Global Environment Facility, GEF). Seit 2009 finanziert er Projekte.

Ziele

Der SCCF unterstützt Entwicklungsländer, die Mitglieder der Klimarahmenkonvention der Vereinten Nationen (UNFCCC) sind, bei deren Maßnahmen zur Anpassung an den Klimawandel sowie beim Technologietransfer und beim Aufbau von Kapazitäten. Er agiert als eine Art Katalysator bei der Generierung zusätzlicher bi- und multilateraler Ressourcen.

Die unterstützten Projekte und Programme verfolgen in der Regel langfristige Ziele zur Stärkung der Resilienz eines Landes gegenüber Klimaänderungen und nehmen dabei Bezug auf weitere Aktivitäten wie z.B. die nationalen Anpassungspläne (engl. National Adaptation Programmes Of Action, NAPAs). Inzwischen legt der SCCF seinen Fokus verstärkt die Hebelung von privater Finanzierung für innovative Anpassungsmaßnahmen.

Der SCCF finanziert u.a. Aktivitäten zu resilienten landwirtschaftlichen Wertschöpfungsketten, Küstenmanagement und Wassermanagement, naturbasierten Ansätzen, Klimaversicherung und klimaresiliente Infrastruktur. Nach der aktuellen Fondsstrategie (2022-2026) soll der SCCF zwischen 200 und 400 Mio. US-Dollar für Projekte in Entwicklungsländern zur Verfügung stellen.

Finanzierungsumfang und der Beitrag Deutschlands

Der SCCF hat insgesamt 104 Projekte in 63 Ländern mit einem Volumen von $401,7 Millionen finanziert. Deutschland hat von 2008 bis 2015 etwa €84 Millionen in den SCCF eingezahlt. Nach einer langen Pause hat Deutschland 2023 eine Zusage von €10 Millionen und 2024 von weiteren €20 Millionen an den SCCF geleistet. Damit hat Deutschland insgesamt 114 Millionen zum SCCF beigetragen. Deutschland ist ebenfalls über das BMZ im LDCF-Rat vertreten, in dem über die Projektanträge und Regularien des Fonds entschieden wird. (Stand: November 2025)