Forest Carbon Partnership Facility (FCPF)

Die Forest Carbon Partnership Facility (FCPF) wurde im Dezember 2007 gegründet und untersteht der Leitung der Weltbank.

Ziele

Die Fazilität soll tropischen und subtropischen Entwicklungsländern darin unterstützen, die durch Entwaldung und Wald-Degradation verursachten Emissionen zu reduzieren. Die FCPF ist dabei auf die Idee ausgerichtet, unter dem Konzept von REDD+ (Reducing Emissions from Deforestation and Forest Degradation and the role of conservation, sustainable management of forests and enhancement of forest carbon stocks in developing countries) Länder auf Mechanismen vorzubereiten, die REDD+-Aktivitäten finanziell attraktiv machen, etwa für künftige Kohlenstoffmärkte.

Der Readiness Fund der FCPF soll teilnehmende Entwicklungsländer auf künftige REDD+-Aktiväten vorbereiten, etwa durch die Erstellung nationaler Waldschutzpläne oder Systeme zur Erfassung von Klimabilanzen möglicher Waldschutzaktivitäten. Der Carbon Fund der FCPF soll konkret Pilotprogramme für ergebnisbasierte Waldschutzaktivitäten finanzieren, nachdem Länder die Readiness-Phase durchlaufen haben.

Finanzierungsumfang und der Beitrag Deutschlands

Die FCPF ist inzwischen in 47 Ländern tätig und umfasst 1,3 Milliarden US-Dollar, die sich auf den Readiness Fund (400 Millionen US-Dollar) und den Carbon Fund (900 Millionen US-Dollar) verteilen. Neben 15 Industrieländern sind auch nichtstaatliche Akteure unter den Gebern. So beteiligen sich jeweils ein Akteur aus der Privatwirtschaft (BP Technology Ventures) und Zivilgesellschaft (The Nature Conservancy).

Bis 2017 hat Deutschland 260,4 Millionen Euro in die FCPF eingezahlt und ist damit der zweitgrößte Geber nach Norwegen. (Stand: Juli 2019)