Der Begriff „internationale Klimafinanzierung“ meint die Unterstützung für Maßnahmen zur Emissionsminderung bzw. klimafreundlichen Entwicklung, zum Schutz tropischer Wälder (wegen ihrer wichtigen Rolle als natürliche Kohlenstoffspeicher) oder zur Anpassung an die klimatischen Veränderungen infolge des Klimawandels in den Entwicklungsländern.
Angesichts der Gefahren durch den Klimawandel und der Dringlichkeit des Handelns kommt der internationalen Klimafinanzierung eine fundamentale Bedeutung zu. Deutschland hat sich völkerrechtlich zu dieser Unterstützung verpflichtet und in den letzten Jahren die Versprechen teilweise quantifiziert. Über verschiedene Instrumente der bilateralen, aber auch der multilateralen Entwicklungszusammenarbeit stellt die deutsche Bundesregierung derzeit ca. 1,3 Mrd. Euro (2011) bereit, die sie als internationale Klimafinanzierung klassifiziert.
Mit dieser Website wollen wir die internationale Klimafinanzierung der deutschen Bundesregierung in ihren verschiedenen Facetten transparenter machen und sie kritisch beleuchten. Wir geben einen Überblick über zugesagte und geleistete Summen ["Zusagen: Woher kommt das Geld?"] und die verwendeten Instrumente und Kanäle ["Umsetzung: Welche Instrumente gibt es?"].
Deutschland steht zwar im Vergleich zu vielen anderen Industrieländern hinsichtlich der absoluten Höhe der Klimafinanzierung, der Transparenz und der Nutzung innovativer Instrumente gut da, doch zeigen sich bei der Analyse auf Basis zentraler Kriterien ["Wirkung: Welche Bewertungskriterien gibt es?"] einige Schwachstellen. So gibt es insbesondere bisher keine kohärente Strategie der Bundesregierung und unzureichende Transparenz hinsichtlich der Verwendung der Mittel; außerdem ist Deutschland nach wie vor weit von seinem fairen Beitrag zur internationalen Klimafinanzierung entfernt, den Deutschland überdies nicht zusätzlich zu seinen bisherigen Verpflichtungen leistet, sondern auf das 0,7%-Ziel der Entwicklungszusammenarbeit anrechnet.


