Least Developed Countries Fund (LDCF)

Der Least Developed Countries Fund (LDCF) wurde 2001 während des siebten Klimagipfels in Marrakesch gegründet und untersteht der Leitung der Globalen Umweltfazilität (engl. Global Environment Facility, GEF).

Ziele

Der Fonds bedient die individuellen Bedürfnisse der 48 am wenigsten entwickelten Länder (engl. Least Developed Countries, LDCs), die besonders anfällig für die nachteiligen Auswirkungen des Klimawandels sind, und soll insbesondere auch bei der Bewältigung der zusätzlichen Kosten durch die Anpassung an den Klimawandel helfen. Der Fonds unterstützt die LDCs bei der Erstellung nationaler Anpassungspläne (engl. National Adaptation Programmes Of Action, NAPAs). Diese verdeutlichen die dringendsten und unmittelbarsten Bedürfnissen der Länder hinsichtlich der Anpassung an den Klimawandel. Der LDCF finanziert auch in begrenztem Umfang die Durchführung von Projekten, die in den NAPAs erarbeitet wurden.

Finanzierungsumfang und der Beitrag Deutschlands

Bis Ende 2017 hat der Fonds 250 Projekte mit einem Umfang von 1,16 Milliarden US-Dollar zugesagt. Deutschland hat bis Mai 2017 200 Millionen Euro in den LDCF eingezahlt. Deutschland ist absolut gesehen der größte Beitragszahler. Setzt man den Betrag allerdings ins Verhältnis zum Bruttoinlandsprodukt, belegt Deutschland nur noch Rang 8 unter den Einzahlern. Auf der COP23 in Bonn im November 2017 hat Deutschland nochmals 50 Millionen Euro für den LDCF zugesagt. (Stand: Februar 2018)