Die InsuResilience Initiative für Klimarisikoversicherungen und die InsuResilience Global Partnership

Die InsuResilience Initiative wurde 2015 im Rahmen der deutschen G7-Präsidentschaft ins Leben gerufen. Kernziel ist es, besonders verletzliche und arme Menschen in Entwicklungsländern durch verschiedene innovative versicherungsbezogene Instrumente besser gegen Klimaschäden abzusichern. So soll die Initiative einen Beitrag zum Management und Transfer von Klimarisiken leisten.

Als konkrete Zielmarke sollen 400 Millionen zusätzliche verletzliche Menschen bis 2020 erreicht werden. Dazu konzentriert sich die Initiative auf die Förderung bereits bestehender – direkter und indirekter – Versicherungslösungen. Im Bereich der indirekten Versicherungen stehen vor allem die Unterstützung der „African Risk Capacity“ (ARC), der „Caribbean Catastrophe Risk Insurance Facility“ (CCRIF) sowie der Pacific Catastrophy Risk Assessment and Financing Initiative (PCRAFI) im Fokus. Die Umsetzung der Initiative wird maßgeblich durch das InsuResilience-Sekretariat koordiniert, welches bei der Gesellschaft für internationale Zusammenarbeit (GIZ) in Deutschland angesiedelt ist.

Auf der COP21 in Paris im Dezember 2015 bekräftigten die G7 Staaten ihre Unterstützung für die Initiative und sagten insgesamt 422 Millionen US-Dollar an Unterstützung zu. Ein Jahr später auf der COP22 in Marrakesch wurde die Unterstützergruppe um die Niederlande und die EU erweitert. Zusätzlich wurde der Weltbank eine Rolle zugedacht und auch das UN-Welternährungsprogramm und das Insurance Development Forum (IDF) wurden zu assoziierten Partnern der Initiative. Die Fördersumme wurde in diesem Zuge auf ca. 550 Millionen US Dollar erhöht.

Im Rahmen der deutschen G20-Präsidentschaft 2017 konnte ein weiterer Fortschritt für den Ausbau von Klimarisikoversicherungsinstrumenten erzielt werden. Aufbauend auf der InsuResilience Initiative begrüßten die G20-Staaten eine neue Partnerschaft als Teil ihres „Klima und Energie Aktionsplans“. Im Rahmen der COP23 wurde diese dann als  “InsuResilience Globalen Partnerschaft für Finanzierungs- und Versicherungslösungen für Klima-und Katastrophenrisiken”, erweitert um die V20-Staaten, offiziell gelauncht. Mit ihrem erweiterten Wirkungsbereich geht diese Partnerschaft über die Unterstützung von Versicherungsinstrumenten hinaus. Sie zielt auf die Steigerung der Widerstandsfähigkeit von Entwicklungsländern und den Schutz insbesondere armer Menschen vor den Folgen von Katastrophen ab und soll u.a. Lösungen für die Konzeption konkreter Risikofinanzierungs- und Versicherungslösungen bereitstellen. Die geförderten Instrumente reichen dabei von staatlichen Risikopools bis hin zu Versicherungssystemen, die sich auf die Meso- und Mikroebene konzentrieren. Für die Partnerschaft sagten Deutschland und Großbritannien insgesamt ca. 165 Millionen US Dollar zu.

Die deutsche Regierung war als Inhaber der G7-Präsidentschaft eine treibende Kraft zur Einrichtung der InsuResilience Initiative. 2015 sagte sie 150 Millionen US Dollar zu sowie weitere 40 Millionen US Dollar 2016. Der deutsche Anteil zur Finanzierung der InsuResilience Globalen Partnerschaft lag bisher bei 125 Millionen US-Dollar. (Stand: Dezember 2017)