Die „Internationale Klimaschutzinitiative“ (IKI)

Seit 2008 finanziert das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU) im Rahmen der Internationalen Klimaschutzinitiative (IKI) Klimaschutz- und Biodiversitätsprojekte in Entwicklungs- und Schwellenländern sowie in Transformationsstaaten in Mittel- und Osteuropa. Ursprünglich stammten die Mittel zur Finanzierung der IKI ausschließlich aus den Emissionshandelserlösen – dies stellte einen neuen Finanzierungsmechanismus dar und fand auch international große Beachtung. Mittlerweile werden die Mittel für die IKI bereitgestellt durch den Bundeshaushalt sowie durch das Sondervermögen “Energie- und Klimafonds”, in den seit 2012 alle Emissionshandelserlöse fließen.

Inhaltlich orientiert sich die IKI an den klimarelevanten Bereichen Emissionsminderung, Anpassung und Biodiversität/REDD+ – entsprechend setzt sie folgende Schwerpunkte:

  • Minderung von Treibhausgasemissionen
  • Anpassung an die Folgen des Klimawandels
  • Erhalt natürlichen Kohlenstoffsenken/REDD+
  • Schutz der biologischen Vielfalt

Die IKI versteht sich als Beitrag zur internationalen Umweltzusammenarbeit, d.h. sie ermöglicht klimarelevante Projekte in Ergänzung zur „klassischen“ Entwicklungszusammenarbeit (EZ). Sie stellt in der Tat eine Ergänzung dar, denn für die Durchführung von IKI-Projekten spielt es keine Rolle, ob das betreffende Land offizielles Partnerland der deutschen EZ ist.

Die Projektauswahl orientiert sich u.a. an folgenden Kriterien:

  • Innovativer Charakter der Projekte (in technologischer, ökonomischer, methodologischer bzw. institutioneller Hinsicht);
  • Nachhaltigkeit der Projektwirkung;
  • Reproduzierbarkeit der Projektresultate;
  • Übertragbarkeit der Projekte auf die Ebene der internationalen Klimaschutzzusammenarbeit.

Für die IKI stehen jährlich 120 Millionen Euro bereit über den Bundeshaushalt des Bundesumweltministerium – 110 Mio. Euro für klimarelevante Projekte in Entwicklungs- und Schwellenländern, 10 Mio. Euro für Klimaprojekte in Transformationsstaaten Mittel- und Osteuropas. 2012 wurden zudem Mittel aus dem Sondervermögen “Energie- und Klimafonds” 66 Mio. Euro zugesagt (allokiert über BMU für den Zeitraum 2013 bis 2018).

 

 Weitere Informationen:

Offizielle Seite der IKI